KLEINSEE

Kleinsee, Kärnten

Der See der vermutlich jedem Schwarzbarschfischer in unseren Gefilden bekannt sein dürfte. Mit ihm verbindet mich eine Hassliebe! Der erste Trip erfolglos, drei Tage geworfen und kein Fischkontakt. Jeden Köder in der damals noch zugegebenermaßen spärlich bestückten Ködertasche durch die Seerosen gefeuert, alles nutzlos, keine Chance. Die frühen Morgenstunden, die späten Abendstunden, dazwischen gefühlte 60 Grad im Schatten (den es am Kleinsee für uns Fischer nicht gibt ;) ). Vergeudete Liebesmühe.

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Der zweite Trip ebenso, mit dem Beschluss den See als barschfreie Zone zu deklarieren. Hotspots wie im Bilderbuch, traumhafte Verstecke, leider kein Fischweit und breit.

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ABER, irgendetwas war in mir geweckt und somit gab ich mir noch einen Versuch und konnte gleich beim zweiten Wurf einen schönen 50+ Bass landen, mein einziger Bass bei diesem Trip aber ich war dem See zumindest versöhnlich eingestellt. Seit damals habe ich unzählige Tage am Kleinsee verbracht und fange mittlerweile regelmäßig schöne Barsche dort. Eines sei aber gesagt, die Fische springen einem dort alles andere als selbstständig ins Boot, obwohl das in vielen Foren so propagiert wird. Die Fische sind äußerst scheu und kennen jeden Köder (auch JDM Köder) besser als so mancher Angler selbst.

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Hier gilt das Motto durchhalten und werfen und auch die Spots beackern die offensichtlich keine Hotspots sind!

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Ein weiterer, vielleicht der wichtigste Punk am Kleinsee sind die unterspülten Ufer, teilweise viele Meter weit. Ein Rückzugspunkt von dem Fische in anderen Gewässern nur träumen können. Die Schwarzbarsche verlassen nur kurz zum Rauben die unterspülen Ufer und suchen gleich anschließend wieder ihre Verstecke auf. Ich habe schon viele Fische dabei beobachtet die blitzschnell zuschnappen und gleich wieder verschwinden. Würfe entlang der unterspülten Linien sind oft der Bringer, besonders an drückend heißen Tagen wenn nichts anderes klappen will.

 

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Die Seerosenfelder sind prinzipiell an jedem BASS-Gewässer ein heißer Tipp, es lohnt sich immer darin nach Fischen zu suchen und zu befischen, klare Sache.

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Landschaftlich wunderschön eingebettet in unmittelbarer Nähe zum Klopeiner See (man hört sogar den Touristenlärm und Musik aus St. Kanzian an ruhigen Tagen) kann man dieses Gewässer nur empfehlen wenn der Schwarzbarsch auf der „TO DO Liste“ steht. Tageskarten und Boote sind selbstverständlich zu fairen Kursen erhältlich, falls Ihr Hilfe diesbezüglich benötigt, lasst es mich bitte wissen, ich helfe Euch hier gerne weiter.