TATABANYA

Lake Springfield in Tatabanya

Da ich immer auf der Suche nach neuen Bassgewässern in den angrenzenden Nachbarländern bin, stöbere ich gelegentlich auch in diversen fremdsprachigen Foren. Nach stundenlanger Suche, und Feststellung dass ungarisch eine schwere Sprache ist, bin ich auf Fangfotos der besonderen Art gestoßen. Verschneite Ufer, schöne Fische, ein riesiger Rauchfang im Hintergrund und DAMPFENDES WASSER IM WINTER!

Neugierde geweckt, um was geht’s dort bitte? Unzählige Häuser auf Pfahlbauten IM Wasser, Schilfränder in Verbindung mit einer Betonwanne. Klar, es muss sich um ein Wärmetauschbecken eines Kraftwerks handeln, davon gibt es Ungarn unzählige. ABER, an welchem sind diese Fotos entstanden? Nach dem Vergleichen diverser Bilder stand fest – es muss sich um zwei unterschiedliche Seen handeln, ähnlich aufgebaut (Hütten im Wasser, Schilf und Betonwände).

Genau das macht für mich eine Session interessant, die Vorarbeit, das Suchen und Zusammentragen nützlicher Infos welcher Art auch immer. Fotos analysieren und dann anschließend der Versuch per Telefon, Internet oder Mail die Lizenzen zu bekommen. Eines gleich vorweg, ohne Google Translator und Google Earth, wäre ich bereits an der ungarischen Grenze chancenlos verloren gewesen. Der von mir ausgesuchte See ist leider nur in Kombination mit der „staatlichen“ ungarischen Karte zu befischen, diese ist aber im Internet oder auch in vielen Gemeinden und bei Privatpersonen vorort erhältlich. Die andere Möglichkeit einen See zu befischen ist ganz normal auf Basis einer Tageskarte an den vielen privaten Bass Gewässern landesweit.

Nachdem im Netz leider überhaupt nichts über unseren „Lake Springfield“ zu finden war, beschloss ich das Auto voll zu tanken und einfach mal einen Ritt quer durch Ungarn zu starten. Zugegeben, es gibt schönere Flecken auf der Welt aber der See selbst ist wunderschön gepflegt und die Leute dort sind einfach ganz, ganz großes Kino! Ohne selbst gebrannten Schnaps (aus PET-Flaschen) kommt man an keinem Fischer vorbei, anfänglich eher zurückhaltend, nach ein paar „Klaren“ aber total hilfsbereit in allen Belangen.

Leider war es Ende Dezember, das Wasser aber gut 13 Grad warm, Aussentemperatur schwer im Minus, egal, muß man gesehen haben!

Vielleicht geht sich heuer noch ein Trip aus, ich WILL unbedingt meinen Bass aus diesem doch etwas beängstigenden Wasser :D .