Oktober 2013

Pfahlbauten, Highpods und Paylakeflair…

Der Winter naht mit riesigen Schritten, dennoch habe ich mich, gemeinsam mit meinem Angelpartner JOE, der nicht nur ein hervorragender Fischer ist, sondern auch ein erstklassiger Fotograf, auf den Weg ins herbstliche Ungarn gemacht um euch ein weiteres, interessantes Bass Gewässer näher zu bringen. Gleich vorweg, Bass haben wir keinen gesehen, dafür einen hochinteressanten Gewässerabschnitt entdeckt, der mit Sicherheit ganz große Fänge beheimatet.

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Am Derito to angekommen begrüßte uns gleich einmal ein Sturm der sich nur in der ungarischen Tiefebene bilden kann, wahre Sturmböehen, an ein vernünftiges Fischen vom Boot nicht zu denken. Trotzdem wenn wir schon mal vorort sind, gibt es kein Pardon! Zwei Tageskarten und ein Ruderboot (ca. 20 Euro) bitteschön, cool, man spricht deutsch und ist wirklich bemüht, Top Service! Ein kurzes Zögern beim Einstieg in den magyarischen Seelenverkäufer, anyway, schwimmen tut es also sollte nichts passieren, aufstehen im Boot wäre aber ein sicheres Bad gewesen. Erstes Ziel, das Südüfer! Man glaubt nicht wieviele Häuser hier direkt auf dem Wasser auf Pfählen stehen, ein Haus neben dem anderen. Das wäre ja an sich kein Thema ABER auf JEDEM Balkon steht ein Rodpod, besser gesagt Highpod mit nicht abgesenkten Schnüren, das heißt extremes Aufpassen beim Rudern sonst kassiert man im Minimum 127 Schnüre und was dann passiert ist euch allen hoffentlich klar ;) .

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Endlich am Südufer angekommen sieht man eine Vielzahl an vorgefertigten Angelplätzen, Paylakeflair vom feinsten. Ausgeschlagene Plätze, Mülltonnen so weit das Auge reicht, ein ordinäres Plumpsklo bei dem mir beim reinen Anblick die Gänsehaut bis in die Kniekehlen steht, Trainspotting läßt grüßen!

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Schnell die Ruten aufgetackelt und die ersten Würfe in den versunkenen Weiden gemacht, der erste kleine Zander hängt. Der Derito To ist berühmt für seinen außerordentlich guten Zanderbestand, leider haben wir auch zwei wirklich große, verangelte Fische gesehen, zwischen 75 und 85 cm geschätzt.

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Egal wann man in Ungarn angeln geht, es sind immer Fischer am Wasser. Wir begrüßten sie freundlich und erkundeten das Ufer, es zog uns natürlich zum Einlauf des Sees welcher gänzlich mit Schilf zugewachsen ist und nur schmale Wasserlinien zum Fischen übrig lässt, gutes, anspruchsvolles Fischen. Hier kann man sich ködertechnisch austoben und ich bin mir sicher, dass im hier im Sommer das Wasser nur so kocht.

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Wir haben am Nachmittag ein paar Stunden exzessiv geworfen und JOE hat jede Lücke abgesucht aber leider haben wir keinen Bass vor die Linse halten können, der Sturm und die Kälte waren sicherlich nicht der Bringer.

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Wir bleiben dran ;) .